Willkommen am Institut für Energieeffizienz in der Produktion

Der Energieeffizienz-Index des EEP geht in die letzte Woche der 1. Erhebung 2017

24. April 2017;

Noch bis zum 28. April 2017 haben deutsche produzierende Unternehmen die Möglichkeit, mit ihrer Teilnahme Einfluss auf den Energieeffizienz-Index der deutschen Industrie zu nehmen und damit der Politik Hinweise zu geben, wie die Energiewende durch mehr Effizienz zu schaffen ist.

Der Onlinefragebogen ist unter: www.eep.uni-stuttgart.de/index/ abrufbar. Die Teilnahme erfordert nur wenige Minuten. Registrierten Nutzern wird zusätzlich zu den ausgewählten Ergebnissen eine exklusive branchenspezifische Auswertung angeboten.

Unternehmen können mit ihrer Teilnahme durch den direkten Vergleich mit Wettbewerbern Investitionsentscheidungen treffen und Strategien im Bereich der Energieeffizienz entwickeln. Sie gewinnen Erkenntnisse zur Steigerung ihrer Effizienz und haben damit die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. [Mehr]

Der Energieeffizienz-Index des EEP geht in die neue Erhebungsphase

3. April 2017;

Eine Mehrheit der Industrieunternehmen, die im Rahmen des Energieeffizienz-Index zuletzt befragt wurden, verfolgt bereits heute einen systematischen Ansatz für mehr Energieeffizienz, und die meisten wollen in Zukunft in Energieeffizienz investieren. Aber wo stehen die einzelnen Betriebe und was können sie tun, um ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken? Der Energieeffizienz-Index der deutschen Industrie wird seit 2013 halbjährlich vom Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart in Zusammenarbeit mit unter anderem dem Fraunhofer IPA, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutschen Energie-Agentur (dena) und dem TÜV Rheinland erhoben.

Vom 3. bis zum 28. April 2017 haben deutsche produzierende Unternehmen wieder die Möglichkeit, mit ihrer Teilnahme Einfluss auf den Energieeffizienz-Index der deutschen Industrie zu nehmen und damit der Politik Hinweise zu geben, wie die Energiewende durch mehr Effizienz zu schaffen ist. Sie können mit ihrer Teilnahme außerdem, durch den direkten Vergleich mit Wettbewerbern, Investitionsentscheidungen treffen und Strategien im Bereich der Energieeffizienz entwickeln. Sie gewinnen Erkenntnisse zur Steigerung ihrer Effizienz und haben damit die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Den Online-Fragebogen finden Sie unter: www.eep.uni-stuttgart.de/index/. Die Teilnahme erfordert nur wenige Minuten. Registrierten Nutzern wird zusätzlich zu den ausgewählten Ergebnissen eine exklusive branchenspezifische Auswertung angeboten. Die Umfrage wird zum 28.4.2017 geschlossen. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt am 27.6.2017 an dieser Stelle.

Die Ergebnisse der letzten Erhebung können Sie hier herunterladen:
Energieeffizienz-Index Winter 2016

Hier finden Sie weitere Informationen zum Energieeffizienz-Index.

 

Fachliche Ansprechpartner

Prof. Dr-Ing. Alexander Sauer
Leiter des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion EEP, Universität Stuttgart
Telefon +49 711 970-3600
Email:   Prof. Dr.-Ing. Alexander Sauer

Dipl.-Wi.-Ing. Diana Wang
Telefon +49 711 970-3839
Email:   Dipl.-Wi.-Ing. Diana Wang

Ergebnisse des Energieeffizienz-Index Winter 2016

21. Dezember 2016;

 

Keine Angst vor Sektorkopplung – Weg frei für den Umstieg auf erneuerbaren Strom

Eine gute Nachricht für die Umwelt: Über ein Drittel der befragten deutschen Unternehmen können sich vorstellen, in ihrer Produktion fossile Energieträger vollständig durch Strom zu ersetzen. In den Branchen Maschinenbau und Pharma gilt das sogar für die Hälfte. Dies hat die Wintererhebung des Energieeffizienz-Indexes EEI ergeben. Das I nstitut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart erfragt seit 2013 halbjährlich aktuelle und geplante Aktivitäten der deutschen Industrie zur Energieeffizienz – in Zusammenarbeit unter anderem mit der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Fraunhofer IPA und dem TÜV Rheinland .

Unternehmen haben scheinbar keine Angst vor der Elektrifizierung und können sich vorstellen umzusteigen. Werden bestehende Kostennachteile kompensiert, wären sogar 56% der Unternehmen bereit, auf fossile Energieträger zu verzichten (Bild 1). Allerdings sehen weiterhin 40% wegen der Versorgungssicherheit oder aus prozesstechnischen Gründen hier keine Möglichkeit.

Bild 1 – Können Sie sich vorstellen, die fossilen Energieträger in Ihrem Unternehmen vollständig durch Strom zu ersetzen? (Anzahl der Antworten 823)

„Insgesamt ist aber die Ausgangslage für die im Grünbuch Energieeffizienz der Bundesregierung empfohlene Kopplung von Energiesektoren überraschend positiv“, so Prof. Alexander Sauer, Leiter des EEP, „eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist jedoch eine massive Steigerung der Energieeffizienz.“


Maßnahmenumsetzung meist erfolgreich - Engagement der Mitarbeiter bringt’s doppelt!

Über 60% der Unternehmen sind zufrieden mit dem Ergebnis ihrer zuletzt durchgeführten Energieeffizienzmaßnahmen (Bild 2). Besonders interessant: In Unternehmen, bei denen von Mitarbeitern vorgeschlagene Maßnahmen Berücksichtigung finden, laufen doppelt so viele Effizienzprojekte „besser als gedacht“ als bei denen, die von oben/vom Management kommen: Es lohnt sich also, auf die Mitarbeiter zu hören und ihr Engagement zu honorieren.

Bild 2 – Das Ergebnis von in meinem Unternehmen zuletzt durchgeführten Energieeffizienzmaßnahmen ist … (Teilnehmer = 833)?

Bild 3 – Kennen Sie mögliche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung? (Teilnehmer = 848)

Kommunikation und Information bleiben wichtig

Deutschland macht’s effizient, die aktuelle Informationskampagne des Bundeswirtschaftsministeriums, ist richtig und bleibt weiterhin enorm wichtig“, so EEP-Leiter Professor Alexander Sauer, „Unwissenheit scheint nämlich immer noch ein großes Hemmnis zu sein.“ Über alle Branchen gerechnet kennen etwa drei Viertel der befragten Unternehmen den Standby-Verbrauch ihrer Produktionsanlagen nicht (Bild 3). Ein Viertel aller befragten Unternehmen kennt so gut wie keine möglichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und über die Hälfte kennen nicht ausreichend viele. Mit der Erfahrung steigt jedoch auch der Erfolg: Je mehr Maßnahmen ein Unternehmen kennt und durchführt, desto positiver wird deren Ergebnis eingeschätzt.

EEI sinkt weiter und Aussicht bleibt trüb

Seit der letzten Wintererhebung ist der Energieeffizienz-Index (bestehend aus den Teilindices Bedeutung, Investition und Produktivität) zweimal in Folge gesunken (Bild 4). „Während die Weltgemeinschaft in Sachen Energie und Klimaziele eine Fülle von Aktivitäten entwickelt, tritt die deutsche Wirtschaft offenbar eher auf die Bremse“, so Prof. Alexander Sauer, „auch die Erwartungen für die kommenden 12 Monate bleiben hinter der aktuellen Einschätzung zurück.“

Bild 4 – Der gesamte Energieeffizienz-Index EEI ist von 1,8 auf 1,5 gefallen (Teilnehmer = 473)

Für etwa die Hälfte der Unternehmen ist Energieeffizienz weder als Kaufargument noch aus Imagegründen Bestandteil der Marketingstrategie. „Warten wir ab, welchen Effekt die gerade angelaufene Kampagne des BMWi „Deutschland macht´s effizient“ hier hat. Wir werden das beobachten“, so EEP-Leiter Sauer.

Weitere Ergebnisse aus der aktuellen Winterhebung 2016, 2. Halbjahr, finden Sie hier.



4. Effizienz-Gipfel des EEP auf dem Campus der Fraunhofer Gesellschaft in Stuttgart 

Heinz Dürr

 Energieeffizienz in der Produktion: FlexEfficiency – was ist möglich?

Der 4. Effizienz-Gipfel am 13. Juni 2016 im Fraunhofer-Institutszentrum in Stuttgart-Vaihingen stand unter der Leitfrage: Brauchen wir mehr Effizienz oder mehr Flexibilität? Denn die Flexibilisierung der Energienachfrage ist für die Hälfte der Unternehmen auch zukünftig ein relevantes Thema. Dies hat der aktuelle EEP-Energieeffizienzindex ergeben, der vorab auf dem Effizienz-Gipfel des EEP vorgestellt wurde. Der Index zeigte auch, dass die Erwartungen, Effizienzsteigerungen zu erzielen, wieder sinken. Es wird auch mit keiner Erholung gerechnet. „Möglicherweise ein Resultat der aktuellen politischen Turbulenzen um die neuen Regulierungen“, so EEP-Institutschef Alexander Sauer.

EEP-Beiratsvorsitzender Heinz Dürr führte an diesem Nachmittag in das Thema ein. Bei der anschließenden Panelrunde diskutierte Prof. Alexander Sauer, Leiter des EEP,  mit Thomas Bareiß (MdB), Beauftragter für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Christian Grotholt, Vorstandsvorsitzender der 2G Energy AG, und dem neuen dena-Chef Andreas Kuhlmann.

Den Fachvortrag zum Energiesystem von morgen hielt der Leiter des Fraunhofer ISE, Prof. Eicke Weber. In der zweiten Panelrunde traf er auf Stephan Kohler, Gesellschafter des Euref Campus, Michael Principato, Manager bei HeidelbergCement, Dr. Carsten Rolle, Abteilungsleiter Energie- und Klimapolitik beim BDI, sowie Dr. Walter Steinmann, Direktor des Bundesamtes für Energie der Schweizer Eidgenossenschaft. Gemeinsam versuchten sie, die Möglichkeiten von FlexEfficiency abzustecken. Dr. Heinz Dürr fasste im Anschluss die Diskussionen zusammen. Die Veranstaltung moderierte Nina Ruge.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde der vom EEP neu entwickelte Versuchsträger zur dezentralen, energieorientierten Steuerung der Produktion erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Ein wichtiger Baustein, um die Produktion der Zukunft den variablen Energiepreisen folgen zu lassen.

 

Eindrücke vom Effizienzgipfel 2016

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