Projekte

ACE - Asset Class Energieeffizienz

Wie können Energieeffizienzprojekte attraktiver für externe Finanzierer werden? Seit Anfang September 2017 erarbeitet das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) und der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) Standardisierungs- und Bündelungsansätze für Energieeffizienzmaßnahmen. Neben der Schwierigkeit der korrekten Risikoeinschätzung und –minimierung, liegt die zentrale Herausforderung vor allem in der Kleinteiligkeit von Energieeffizienzprojekten und den damit in Verbindung stehenden geringen Projektvolumina (hohe Risiko- und Transaktionskosten). Zusammen mit Stakeholdern werden hierfür innovative Lösungsansätze entwickelt.

Detailliertere Informationen zum Projekt „ACE – Asset Class Energieeffizienz“ finden Sie im Projektsteckbrief.

Laufzeit: 18 Monate (09.2017 – 02.2019). Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

DC-Industrie

Die Abkehr von der Wechsel- hin zur Gleichspannung eröffnet enorme Effizienzvorteile und Energieeinsparungen bei der Versorgung von Maschinen und Anlagen. Dabei ist das Ziel die bedarfsorientierte Verteilung von Energie innerhalb von Produktionsanlagen mit einem Höchstmaß an Energiewiederverwendung und einer Minimierung von Wandlungsverlusten.

Zusätzlich bieten die technisch vereinfachte Integration von Energiespeichern und regenerativen Energiequellen sowie die systemimmanente Möglichkeit der Rekuperation, d.h. die Wiedergewinnung und -verwendung von Bremsenergie neue Chancen für ein intelligentes Energiemanagement. Hierfür werden die notwendigen Methoden für die Planung, Einführung und Nutzung des industriellen Mikro DC Smart Grid entwickelt.

Eine über das DC-Netz versorgte Produktion ist robust hinsichtlich schwankender Netzqualität und kann flexibel auf schwankende Energieangebote reagieren. Das trägt zu einer Stabilisierung des Energienetzes bei. 

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.
Laufzeit: 3 Jahre (01.7.2016 - 30.6.2019)

Entscheidungen für Energieeffizienz: Auswirkungen von Kultur, Verhalten und Technikdiffusion in produzierenden KMU Baden-Württembergs

Der Hauptzweck des Projekts liegt in der Erfassung von Indikatoren in Bezug auf den effizienten Umgang mit Energie in produzierenden Unternehmen und der Frage nach Möglichkeiten einer positiven Beeinflussung der Unternehmen z.B. durch politische Akteure. Zunächst soll mittels qualitativer Fallanalysen ein tiefgehendes Verständnis der unternehmerischen Praktiken und Handlungsorientierungen bezogen auf den Umgang mit Energie erlangt werden. Anschließend soll auf Basis von energietechnischem Vorverständnis, relevanter gesetzlicher Randbedingungen und den empirisch erlangten Einflussgrößen ein Befragungskonzept entwickelt und angewandt werden, um daraus konkrete Empfehlungen und Richtungshinweise für die relevanten Akteure abzuleiten.

Laufzeit: 2 Jahre (01.10.2016 – 30.09.2018)

Fast Storage BW I, Fast Storage 4 Motion und Fast Storage BW II

Ein elektrischer Speicher, dessen Kapazität mit der von Batterien konkurrieren kann, und der dabei so schnell aufzuladen ist wie ein Superkondensator: Im Projekt FastStorageBW entsteht ein leistungsstarker Hybrid-Speicher, der das Beste aus zwei Welten vereint.

Lange Wartezeiten am Ladegerät könnten schon bald der Vergangenheit angehören. Zusammen mit dem Batteriehersteller Varta Microbattery und weiteren Partnern werden PowerCaps entwickelt, ein Hybrid-Speicher, der die Vorteile von Batterien und Superkondensatoren in sich vereint.

Laufzeit: 4 Jahre (01.09.2015 - 31.12.2017)

Galvanoflex

Der steigende Anteil der regenerativen Energie, die nicht jederzeit an jedem Ort gleichermaßen verfügbar ist, macht die flexible Erzeugung von Strom aus KWK-Anlagen unverzichtbar. Im Projekt „Galvanoflex“ wird erforscht, wie KWK-Anlagen netzdienlich gesteuert und residuallastangepasst und damit netzdienlich betrieben werden können. Mit dem Forschungsvorhaben soll die zukünftige Rolle der KWK als komplementäre und damit flexible und an der Residuallast orientierten Ergänzung zur volatilen Stromerzeugung in Solar- und Windkraftanlagen in industriellen Anwendungen implementiert werden. Darüber hinaus wird im Rahmen des Projektes eine sozialwissenschaftliche Begleitforschung zu den Umsetzungsmöglichkeiten durchgeführt.

Die acht Verbundpartner EEP, REZ, eiffo eG, Fraunhofer IPA, C&C Bark GmbH, Hartchrom GmbH, NovoPlan GmbH und Plating electronics arbeiten gemeinsam mit den beiden assoziierten Partnern Sales and Solutions GmbH und DiTEC GmbH an mehr Energieflexibilität und einer residuallast angepassten KWK-Anlage.

Das Projekt wird vom Umweltministerium Baden-Württemberg über einen Zeitraum von 30 Monaten gefördert.

Geschäftsstelle der Plattform Energieeffizienz

Die Plattform Energieeffizienz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie versammelt wesentliche Stakeholder, die bei der Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland mitwirken. Die dena leitet zusammen mit dem Institut für Energieeffizienz in der Produktion der Universität Stuttgart seit März 2015 die Geschäftsstelle der Plattform Energieeffizienz. Die Geschäftsstelle begleitet das BMWi sowohl fachlich-wissenschaftlich als auch organisatorisch. Das EEP betreut u.a. die AG „Innovative Finanzierungskonzepte“.  Weitere Informationen zu inhaltlichen Arbeiten im Rahmen der Plattform Energieeffizienz können Sie hier abrufen

Laufzeit: 3 Jahre (04.2015 - 30.11.2018)

Green-Tech-Machbarkeitsstudie für „Smart Factory – Smart Rooftop Greenhouses“

Die in der Industrie häufig anfallende Abwärme wird derzeit vielfach ungenutzt an die Umwelt abgegeben. Die Bewirtschaftung von Fabrikhallendächern zur Pflanzenproduktion mittels industrieller Abwärme kann einen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz leisten. Mit der Integration der Produktionssysteme in die Versorgungssysteme der Fabrik und des urbanen Umfelds ist es möglich, die Ressourceneffizienz zu steigern. Als Grundlage für ein Pilotprojekt werden im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die Potentiale hierzu untersucht.

Laufzeit: 1 Jahr (01.08.2016 – 31.08.2017)

Infrastrukturkonzepte und energieeffiziente Fabrik (Industrie)

Für ein Industrieunternehmen wurden Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz im Rahmen einer Fabrikplanung ermittelt.

Laufzeit: 1 Monat (10.2016)

Pilotprojekt Demand Side Management

Wissenschaftliche Aufbereitung und Analyse folgender Teilbereiche:

  • Rahmenbedingungen für DMS
  • Herausforderungen für die Marktintegration von DMS
  • Lösungsvorschlägen für eine erfolgreiche Markintegration von DMS

Laufzeit: 1 Jahr (15.10.2014 – 15.11.2015)

Rahmenvertrag Beratung der Abteilung II des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Um eine fundierte und stringente Energieeffizienzpolitik zu gewährleisten, besteht seitens der zuständigen Abteilung II des BMWi ein hoher Bedarf an wissenschaftlich fundierter Beratung, an Informationsaufbereitung. Unter der Konsortialführerschaft der dena beteiligt sich das EEP an einem Rahmenvertrag zur Beratung hinsichtlich der Themen Energiepolitik, Wärme und Effizienz.

Laufzeit Phase 1: 2 Jahre (01.10.2016 – 31.10.2018)

»SynErgie« | »Kopernikus«

Die Industrie maßgeblich mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen und damit die Energiewende durchzusetzen – das ist das Ziel des im September 2016 gestarteten Forschungsprojekts »SynErgie«. Energie aus erneuerbaren Ressourcen ist nicht immer beliebig verfügbar. Je nach Jahreszeit und Witterung produzieren Solar-, Wind- oder Wasserkraftanlagen unterschiedlich viel Strom. Im Projekt untersuchen die Experten, wie Unternehmen ihre Prozesse und Betriebsorganisation so gestalten können, dass sich der Energieverbrauch flexibel an das volatile Energieangebot anpasst. Dafür entwickelt das Fraunhofer IPA neue Ansätze um die energetischen Verbraucher flexibel zu betreiben. Durch ganzheitliche Analysen werden die energetischen Flexibilitätspotenziale an industriellen Use-Cases ermittelt. In Zusammenarbeit mit namhaften Industriepartnern leiten sich hieraus verschiedene Flexibilitätsmaßnahmen ab. Für eine energieflexible Fabrik müssen Flexibilitätsinformationen zeitdiskret und durchgängig von der Maschine bis zum Energiemarkt transportiert werden können. Hierfür wird vom Fraunhofer IPA eine spezielle IT-Plattform entwickelt, welche die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Energiemarkt abbildet. Bei allen Betrachtungen sollen wichtige Rahmenbedingungen wie Liefertermine oder vertretbare Arbeitszeiten dabei stets berücksichtigt werden.

Die Bundesregierung fördert das SynErgie-Konsortium mit über 80 Partnern in den ersten drei Jahren mit ca. 30 Millionen Euro. Anschließend sind zwei weitere Förderphasen für die Dauer von insgesamt sieben Jahren in Aussicht gestellt.
SynErgie adressiert die Industrieprozesse, andere Schwerpunkte des übergeordneten Forschungsvorhabens »Kopernikus« sind Netzstrukturen oder Energiespeicherung.

Kopernikus-Projekt SynErgie